Software zur Überwachung von CO2-Lagerstätten

Der Post-Doktorand Edoardo Pezzulli hat an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) eine Software entwickelt, mit der es möglich ist, die Sicherheit der Kohlendioxid-Speicherung in Lagerstätten zu überwachen und optimieren. Für dieses Projekt hat er das Start-up Storra gegründet.
Der Post-Doktorand und Pioneer Fellow Edoardo Pezzulli von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat eine Software entwickelt, die es ermöglicht, die Kohlendioxid-Speicherung in Lagerstätten kontinuierlich zu überwachen und deren Risiken zu reduzieren. Laut einer Mitteilung strebt der Mathematiker jetzt nach der Marktreife seiner Technologie. Dafür gründete er mit Maschinenbauingenieur Michael Liem das Start-up Storra Dynamics GmbH.
«Wer CO2 speichert, trägt soziale Verantwortung», wird Pezzulli in der Mitteilung zitiert. «Die Anlagen müssen über Generationen hinweg sicher sein. Mit unserem Überwachungssystem wollen wir beweisen, dass sich die Risiken in Grenzen halten und ein Betrieb auf höchstem Sicherheitsniveau möglich ist.» Denn bei einer derartigen Speicherung gibt es geologische Unsicherheiten. Zunächst muss analysiert werden, wie viel Kohlendioxid in den Standort eingespeist werden kann, anschliessend kann das gespeicherte Gas überwacht werden, um sicherzustellen, dass es auch gebunden bleibt. Die neu entwickelte Software soll dann wie ein digitaler Zwilling arbeiten, indem sie Druck-, Temperatur- und Belastungsbedingungen in der Speicherstätte simuliert.
Aktuell ist Pezzuli am Pilot- und Demonstrationsprojekts CITru in der Gemeinde Trüllikon beteiligt. Unter Leitung der ETH wird hier die Machbarkeit einer Kohlendioxid-Einspeisung durch ein stillgelegtes Bohrloch, das von der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) erstellt worden ist, geprüft. Der Wissenschaftler ist verantwortlich für die Risikobewertung und die Ausarbeitung des Überwachungsplans.