ETH setzt neue Massstäbe Digitale Baukunst

Im entlegenen Mulegns auf dem Julierpass entsteht ein architektonisches und technologisches Meisterwerk. Der weltweit höchste 3D-gedruckte Turm. Entwickelt von der ETH Zürich, verbindet das Projekt Hightech mit Kultur und verleiht einem fast ausgestorbenen Dorf neue Perspektiven.
Der Turm Tor Alva, entworfen vom ETH-Team um Benjamin Dillenburger und Architekt Michael Hansmeyer, stellt nicht nur einen technologischen, sondern auch einen gestalterischen Meilenstein dar. Über vier Stockwerke hinweg verästeln sich die skulpturalen Betonsäulen zu einer futuristischen Kuppel. Gedruckt wird mit einem robotergestützten System, das Schicht für Schicht aus Feinkornbeton eine einzigartige Architektur schafft – präzise, effizient und gestalterisch wegweisend.
Forschung trifft Realität
Was in der Forschungshalle mit Gelbwesten und Steuergeräten beginnt, soll in Mulegns Marktreife beweisen. Der erste reguläre Produktionstag markiert den Übergang von Theorie zur Praxis. Das ETH-Team, unterstützt von Bauingenieuren und Robotik-Spezialisten, testet hier nicht nur neue Materialien und Bauprozesse, es setzt Standards für die Bauwelt von morgen.
Ein Dorf als Zukunftslabor
Mulegns, einst Zentrum des Handwerks, heute kaum bewohnt, wird zum Symbol für Wandel. Die Stiftung Nova Fundaziun Origen und die ETH Zürich schaffen hier mehr als nur ein Bauwerk. Sie kombinieren digitale Baukunst mit kultureller Wiederbelebung. In der Turmkuppel sollen künftig Veranstaltungen stattfinden, die Besuchende aus der ganzen Welt anlocken. Der Turm wird zum Leuchtturm für Regionen, die mit Abwanderung kämpfen, ein visionäres Modell für nachhaltige Standortentwicklung.
Weitere Informationen zum Tor Alva: www.tor-alva.ch