Fachkräftemangel – eine Branchenanalyse von SVIT Zürich
Die jüngste Informationsveranstaltung des VZI/SVIT Zürich brachte eine interessante Erkenntnis ans Licht. Die Unzufriedenheit unter den Seniors der Immobilienbranche ist gross. Rund 60 % der Befragten empfinden ihre Arbeitsbelastung als unbefriedigend, während über 50 % grosse Portfolios als problematisch einstufen. Die vorliegende Studie unterstreicht die Herausforderungen, die das Management grosser Portfolios mit sich bringt, und zeigt dringenden Handlungsbedarf auf. Experten schlagen zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten vor, darunter die Standardisierung von Prozessen, intelligente Digitalisierung und die Förderung von Führungskompetenzen.
Die Untersuchung der Rollenverteilung in der Bewirtschaftung und die Entwicklung spezialisierter Profile könnten den Frust bei der Verwaltung grosser Portfolios mindern. Insgesamt fordert der Fachkräftemangel im Immobiliensektor tiefgehende strukturelle Anpassungen, um die Arbeitsbedingungen und die Zufriedenheit der Fachkräfte zu verbessern. Ob die Branche diese Strategien erfolgreich umsetzen wird, bleibt abzuwarten.
Strukturprobleme und Lösungsvorschläge
Experten sind sich einig, dass es strukturelle Herausforderungen gibt, die schwer zu ändern sind. Dennoch gibt es zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten, wie etwa die Vereinfachung und Standardisierung von Prozessen, effiziente Systeme und intelligente Digitalisierungen. Darüber hinaus könnte die Förderung von Führungskompetenzen organisatorische Herausforderungen besser bewältigen. Ein verbessertes Konfliktmanagement und die proaktive Förderung von Talenten und Quereinsteigern sind weitere mögliche Schritte zur Bewältigung des Fachkräftemangels.
Die Rollenverteilung in der Bewirtschaftung beleuchten
Die Aufgabenbereiche der «Bewis» (Bewirtschafter) umfassen Tätigkeiten, die spezifische Fähigkeiten und Kompetenzen erfordern. Die Zuweisung dieser Aufgaben innerhalb eines Unternehmens wird massgeblich durch das Geschäftsmodell für die Bewirtschaftung bestimmt. Um den Frust im Umgang mit grossen Portfolios zu reduzieren, wurden vier unterschiedliche «Bewi»-Profile identifiziert und entsprechende Lösungsansätze entwickelt. Allrounder werden dabei von Juniors und Sachbearbeitern unterstützt. Ein effizienteres Unterstützungssystem könnte dazu beitragen, den Frust bei der Verwaltung grosser Portfolios zu verringern.
Die digitale Bewirtschaftung fördert klare Prozesse, integrierte Systeme und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Eine fortschrittliche IT-Infrastruktur ist hierbei essenziell. Spezialisten und integrierte «Bewis» arbeiten in Teams mit anderen spezialisierten Fachleuten. Attraktive Karrierewege und komplementäre Kompetenzen sind hier wesentliche Erfolgsfaktoren. Ein eng definierter Aufgabenbereich könnte zudem dazu beitragen, den Arbeitsfrust zu mindern.
Schlüssel zur Lösung des Fachkräftemangels
Der Fachkräftemangel im Immobiliensektor ist ein vielfältiges und komplexes Problem, das tiefgehende strukturelle und organisatorische Anpassungen erfordert. Durch kluges Konfliktmanagement, gezielte Förderung von Talenten und die Anpassung von Rollen innerhalb der Bewirtschaftung können einige der bestehenden Herausforderungen angegangen werden.
Es bleibt abzuwarten, wie die Branche diese Strategievorschläge umsetzt, um die Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit ihrer Fachkräfte zu verbessern.