OST denkt KI voraus

Juni 2025

KI gesteuerter Roboter

Am Hochschultag der OST – Ostschweizer Fachhochschule – wurde deutlich, wie Künstliche Intelligenz Forschung, Lehre und Gesellschaft verändert. Über 150 Gäste diskutierten am Campus Rapperswil-Jona die Chancen und Herausforderungen dieser Technologie – anhand konkreter Projekte aus der Region.

Künstliche Intelligenz ist an der OST mehr als ein Trend. Sie ist fester Bestandteil der Lehre und Forschung. Rektor Daniel Seelhofer betonte, dass die OST gezielt Brücken zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und praktischer Anwendung baut. Inzwischen arbeiten über 20 Forschungsinstitute der OST mit KI, häufig gemeinsam mit Unternehmen, Verwaltungen oder dem Gesundheitswesen. Seit 2021 ist das Thema Bestandteil aller Studiengänge.

Die Bedeutung dieser Ausrichtung wurde von der St. Galler Regierungsrätin Bettina Surber unterstrichen. Sie lobte die OST als Impulsgeberin für die Ostschweiz und sagte der Hochschule die politische Unterstützung des Kantons zu.

Von Beton über Pflege bis Kindersprache
In verschiedenen Kurzvorträgen und Filmen wurde gezeigt, wie breit das Anwendungsspektrum von KI an der OST ist.

Nachhaltiger Bauen
KI hilft, Betonmischungen mit reduziertem Zementanteil für spezifische Anforderungen zu optimieren.

Ethik im Fokus
Wie gelingt der faire KI-Einsatz?

Selbstbestimmt mit Daten umgehen
Ein digitales «Datenkonto» soll Bürgerinnen und Bürgern mehr Kontrolle über ihre Informationen geben.

Sport und Intelligenz
Exergames trainieren die Spielintelligenz von Eishockeyprofis unter körperlicher Belastung.

Gesundes Essen mit digitaler Unterstützung
Eine smarte App erstellt personalisierte Menüpläne – unter Einbezug von Allergien, Vorlieben und Gesundheitszielen.

Landwirtschaft mit Robotern
Agrarroboter erledigen selbstständig Pflegearbeiten wie Bewässerung oder Schädlingskontrolle.

Pflegeberatung durch Chatbot
In Zusammenarbeit mit der Stadt St.Gallen entstand ein digitales Assistenzsystem für betreuende Angehörige.

Kindliche Sprache verstehen
Eine KI unterstützt Fachpersonen beim Deuten kindlicher Ausdrucksformen.

In zwei Podiumsdiskussionen ging es um die gesellschaftlichen Dimensionen von KI. SRF-Moderator Florian Inhauser führte durch die Gespräche. Dabei wurden Fragen nach Datenschutz, Verantwortung und Inklusion behandelt. Die Diskussion zeigte, Technologische Entwicklung allein genügt nicht. Es braucht klare ethische Leitlinien und gesellschaftlichen Dialog.

KI als Werkzeug, nicht als Selbstzweck
Der zweite Hochschultag der OST machte eindrücklich sichtbar, dass Künstliche Intelligenz bereits heute in vielen Lebensbereichen präsent ist – und dort echte Verbesserungen ermöglicht. Entscheidend ist, wie verantwortungsvoll sie eingesetzt wird. Die OST positioniert sich als zentrale Akteurin, um Innovation mit gesellschaftlichem Nutzen zu verbinden.

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